Eine Ausstellung wandert: Freiberg

Morgen, am 80. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938, wird der schwerpunktmäßig auf den Chemnitzer und südwestsächsischen Raum konzentrierte Teil der Ausstellung BRUCH|STÜCKE im mittelsächsischen Freiberg eröffnet. Die öffentliche Vernissage beginnt um 14 Uhr im Beruflichen Zentrum für Technik und Wirtschaft „Julius Weisbach“ (Schachtweg 2, 09599 Freiberg). Die Ausstellung ist dann ab dem 12. November bis voraussichtlich zum 7. Dezember 2018 an den Schultagen jeweils von 8:00 bis 14:00 Uhr zu sehen.

Die Wanderung der Ausstellung hat damit also begonnen – und sie wird nun zugleich an einem Ort gezeigt, an dem sich 1945 ein KZ-Außenlager befand.

Die Freiberger Pogromereignisse

Auch in Freiberg kam es am 10./11. November 1938 zu Pogromereignissen, von denen bereits an anderer Stelle die Rede war. Es sind vor allem die Arbeiten des Freiberger Forschers Michael Düsing, die das Geschehen dieser Tage und die Schicksale der als Juden verfolgten Freiberger greifbar machen. Mit einer zusätzlichen Ausstellungstafel zu den Freiberger Pogromereignissen erhalten die Besucher einen besonderen Einblick in das Geschehen vor Ort.

Neue Tafeln

Es ist Ziel der Ausstellung, in Zukunft nicht nur zu wandern, sondern auch zu wachsen: Auf der Grundlage eines Vorlage zur Erstellung neuer Ausstellungstafeln sollen Lokalforscher, Vereine, Kirchgemeinden und insbesondere auch Akteure aus dem Bildungsbereich (Lehrer, Schüler, Studenten u. a. m.) die Möglichkeit erhalten, die Ausstellung zu erweitern.

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