Kriegsbeginn 1939: NS-Judenpolitik im Übergang zum Massenmord

Am 1. September 1939, kaum zehn Monate nach den Pogromen, griff die Deutsche Wehrmacht Polen an und entfesselte damit den Zweiten Weltkrieg. In einem schnellen Krieg besiegten die deutschen Truppen die polnische Armee und teilten sich das geschlagene Land mit der Sowjetunion auf.

Beginn des Massenmords an Juden

Bereits während des Feldzugs im September 1939 waren Einheiten der Sicherheitspolizei, des Sicherheitsdienstes (SD) und der Waffen-SS an Gräueltaten gegen Juden beteiligt: Der Kommandeur des SS-Artillerie-Regiments Peter Hansen nahm mit seiner Einheit in Siedlce, Modlin und anderen Orten an sogenannten Judenumsiedlungen teil, bei denen es auch zu Erschießungen kam. Unter dem Kommando des bekennenden Antisemiten Wilhelm Reichenwallner ermordeten Angehörige der 5. Schwadron der 1. SS-Reiterstandarte bei Chelm im Dezember 1939 und Januar 1940 weit über 1.000 Juden.

Systematischer Massenmord an Juden

Mit dem Beginn des Feldzugs gegen die Sowjetunion im Juni 1941 wurde aus den Tötungsaktionen schrittweise systematischer Massenmord. Neben Erschießungen und Vergasungen bedienten sich die Täter dabei auch der Inszenierung lokaler Pogrome, denen dann als Juden verfolgte Menschen zum Opfer fielen.

Mehr dazu u. a. bei: Cüppers, Martin: Wegbereiter der Shoah. Die Waffen-SS, der Kommandostab Reichsführer-SS und die Judenvernichtung 1939-1945, Darmstadt 2005.

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