Sally und Rosa Teitelbaum in Muskau: Flucht in den Tod

In Muskau verwüsteten in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 SA-Männer die Wohnung des Ehepaars Sally und Rosa Teitelbaum.

Die Teitelbaums in Weißwasser und Muskau

Der 1876 geborene Teitelbaum und seine zwei Jahre jüngere Frau betrieben nach dem Ersten Weltkrieg zunächst ein Kaufhaus in Weißwasser. 1930 ließen sie sich dann in Muskau auf dem Grünen Weg 2 nieder.

Nur noch ein Ausweg – Selbsttötung

Nach der Pogromgewalt sahen sie am 10. November 1938 keinen anderen Ausweg, als sich selbst das Leben zu nehmen – wie hunderte weitere Verfolgte im ganzen Deutschen Reich: Nachdem sie noch Scherben zusammengekehrt haben sollen, erhängten sie sich an einem Fensterkreuz. Ihre Leichen wurden zunächst auf dem Gelände der Friedhofsgärtnerei verscharrt; erst nach Kriegsende erhielten sie eine würdige Grabstelle. Im Herbst 1975 ließ die Muskauer Stadtverwaltung eine Gedenktafel für die Teitelbaums anbringen.

Die Angaben sind entnommen aus: Schubert, Werner: Beiträge zur Geschichte der Juden in Weißwasser. Eine bedeutsame Episode zwischen 1881 und 1945, Weißwasser in der Oberlausitz 2014, bes. S. 219, 222, 248, 254.

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