Historiografische Rechtfertigungen (2): Arno Ullrich in Oschatz

Wie Butte in Dresden, so verfasste auch der Vorsitzende des Oschatzer Heimatvereins, der Studienrat im Schuldienst und für das Stadtarchiv tätige Arno Ullrich (1887–1962) nach dem Pogrom Zeitungsartikel zur Geschichte der Juden in der Stadt.

Keine Hebräer mehr in Oschatz

Im Januar 1939 erschein ein zweiteiliger, deutlich antisemitisch gehaltener Aufsatz im ‚Oschatzer Gemeinnützigen‘.

Ullrich konnte bereits verkünden, dass man seit Ende 1938 „keinen Hebräer mehr in Oschatz“ habe. Nur noch gelegentlich habe das Standesamt nun mit ‚Juden‘ zu tun, da diese nach den gesetzlichen Bestimmungen ihre Zwangsvornamen ‚Israel‘ und ‚Sara‘ durch Beurkundung in ihren Geburtsorten zu beantragen hätten. Das träfe für Oschatz auf „ein reichliches Dutzend Juden“ zu, die hier geboren seien.

Siehe: Ullrich, Arno: Von den Juden in Oschatz, in: Der Oschatzer Gemeinnützige 139, 2 (03.01.1939), 1. Bl., [5]; Ullrich, Arno: Von den Juden in Oschatz. (Schluß), in: Der Oschatzer Gemeinnützige 139, 4 (05.01.1939), 1. Bl., [5 f.] [antisemitisch].

 

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