Gedenkjahr 2018 (12): Protest in Dresden

In den gegenwärtigen politischen Auseinandersetzungen gerade mit einem neu erstarkenden Nationalismus und neuen Formen der Menschenfeindlichkeit dient das Erinnern an die Novemberpogrome von 1938 auch als Mahnung, die Geschichte nicht zu vergessen.

Kunst als Protest

Neben dem Zentrum für politische Schönheit versuchen auch andere Kunstinitiativen, einen kreativen Umgang mit dem Rechtsruck und revisionistischen Tendenzen der Vergangenheitsdeutung zu finden. In Dresden luden Mitglieder der „Radical Performence Collective (RPC)“ in der Nacht zum 9. November 2018 vor einem Thor Steinar-Laden Glasscherben ab und entzündeten darauf Kerzen. Auf diese Weise solle den Betreibern, der in rechten Kreisen beliebten Kleidermarke, ihre historische Verantwortung sichtbar gemacht werden.

Mit dem zerbrochen Glas nimmt die Aktion deutlich Bezug auf die Ereignisse der Novemberpogrome, während derer auch in Sachsen hundertfach Schaufenster von Geschäften eingeschlagen wurden.

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