Die Verschärfung der ‚Judenpolitik‘ im Jahr 1938: Ein Bericht des Leipziger NSDAP-Kreisleiters

Eine besondere Form der Aufarbeitung der Geschichte der nationalsozialistischen Judenverfolgung erarbeitet seit 2013 der Bayerischer Rundfunk/Hörspiel und Medienkunst in Zusammenarbeit mit dem Münchner Institut für Zeitgeschichte. ‚Die Quellen sprechen. Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945‘ versteht sich als dokumentarische Höredition, die Dokumente, Debatten und Zeitzeugen zu Wort kommen lässt.

Die Quellen sprechen

Die auf 16 Teile angelegte Serie wird im Radio auf Bayern 2 ausgestrahlt und soll im Internet dauerhaft verfügbar bleiben. Die einzelnen Teile können mithin auch für die Bildungsarbeit genutzt werden.

NSDAP-Kreisleiter Wettengel über die Leipziger Judenpolitik

Zu dem 2. Teil der Reihe, die im Januar 2013 veröffentlicht wurde, gehörte auch ein Bericht des Leipziger NSDAP-Kreisleiters Ernst Wettengel an die Gauleitung in Sachsen vom 15. März 1938 (Dok. 02-016). Der Bericht ist insofern besonders eindrücklich, als dass er präzise die Ausgrenzung der in der Messestadt als Juden verfolgten Menschen dokumentiert. Wettengel benennt darüber hinaus auch mögliche weitere Schritte der Ausgrenzung, die vor allem die Auswanderung der Verfolgten zum Ziel hatte.

Im November 1938, als die Gewalt gegen die Verfolgten eine neue Eskalationsstufe erreichte, organisierte Wettengel den Leipziger Pogrom.

Tondokument unter: http://die-quellen-sprechen.de/02-016.html (Stand: 24.08.2018).

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